Fachkräftemangel wirft bereits seine Schatten voraus

07.03.11
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Jahreshauptversammlung der SHK-Innung Rosenheim in Rohrdorf

Gut besucht war die Jahreshauptversammlung für Spengler, Sanitär und Heizungstechnik in Rohrdorf. In seinem Bericht ging Obermeister Ludwig Ziereis auf die Aktivitäten der 181 Mitglieder zählenden Innung ein und berichtete von der Besichtigung diverser Großhändler mit denen man gut zu Recht komme.

Lobend erwähnte Ziereis die Telefonaktion zum Thema Energiesparen im Oberbayerischen Volksblatt, bei der man zahlreiche Kunden erreicht und informiert habe. „Eine positive Sache für unser Handwerk“, sagte der Obermeister. Euforisch zeigte sich Ziereis über den Besuch der Berufsschule Bad Aibling und den Baufortschritt der Räumlichkeiten die für den Berufsnachwuchs der Innung geschaffen werden. Beteiligt hatte sich die Innung mit Erfolg an einem eigenen Stand bei der neuen Messe. Ziereis: „Eine gute Sache für unser Handwerk“, sagte er. Zu den prognostizierten positiven wirtschaftlichen Aussichten äußerte Ziereis  seine Sorge nach einem deutlichen Fachkräftemangel besonders im Bereich Kundendienst, Kleinreparaturen und Sanierung, der sich bereits jetzt abzeichne.

Wichtiger Tagesordnungspunkt war der Bericht des aus Nürnberg angereisten Chefs des Fachverbandes Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern, Michael Hilpert. Der Verband zählt. „Der Verband mit derzeit rund 5000 Mitgliedbetriebe und 18.000 Beschäftigten hat mit dieser Stärke eine gewichtige Stimme im Handwerk, so der Landesinnungsobermeister. Auf die Neuregelung und Aufhebung des Kaminkehrermonopols eingehend zeigte sich Hilpert gelassen. Er sei zuversichtlich, dass sich die meisten Kaminkehrer an den gemeinsam vereinbarten Weg halten. Auch Hilpert befasste sich mit dem Fachkräftemangel. Wichtig sei in diesem Zusammenhang eine fundierte Ausbildung. Gerade hier zeigten sich die bayerischen Betriebe der Spengler, Sanitär und Heizungstechnik mit einer Ausbildungsquote von 15 Prozent von der besten Seite. Das dürfe freilich nicht dazu führen nachlässig zu werden. Diesbezüglich habe der Landesverband entsprechende Aktionen in den Schulen gestartet. Zum Thema Altersversorgung stellte Hilpert fest, dass sich der Staat immer mehr aus der Verantwortung zurück und versuche dies den Betrieben zuzuschieben, was diese aber nicht leisten könnten.
Als künftige Aufgabenfelder riet der Landesobermeister den Betriebsinhabern verstärkt die Optimierung von oft veralteten Heizungsanlagen der Hausbesitzer zu widmen um so der nachlassenden Bautätigkeit zu begegnen. Hilpert riet den Unternehmer beim Einkauf mit Hinblick auch auf die nachträgliche Ersatzteilbeschaffung weniger den Handelsmarken als den bewährten Handwerkermarken zu vertrauen.
Mit der Gesellenprüfung befasste sich der Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses, Sepp Gantner. Er forderte seine Kollegen in den Betrieben auf, sich ihren Auszubildenden vor allen vor den Prüfungen besser anzunehmen und vorzubereiten.
Zum Schluss der Versammlung standen noch zwei Vorträge auf der Tagesordnung. So referierte Ralf Suhre vom Fachverband über betriebliche Altersversorgung und Werner Obermeier von der Firma Wilo über den hydraulischen Abgleich von Heizungs- und Zirkulationspumpen.

Text: J. Reisner